ARA Berlin in der Falkenrepublik Bolmsö 2005

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Dokumentation ARA Berlin in der Falkenrepublik Bolmsö 2005

ARA Berlin in der Falkenrepublik Bolmsö 2005

Erstaunlich gute Stimmung

Regen. Starker Regen. Langer Regen. Graue Wolken. Obwohl die erste Woche
wettermäßig besser vergessen wird und es auch danach skandinavisch
wechselhaft blieb, war die Stimmung im Zeltlager, das die Berliner
Falken vom 14. Juli bis 4. August 2005 in Kooperation mit ARA Berlin -
Jugendradio gegen Rassismus in Schweden organisierten, erstaunlich gut.
Mehr als 120 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene versammelten sich
auf der Insel Bolmsö zur größten "Kinder- und Jugendrepublik” der
Berliner Falken in den letzen Jahren. Das Lagermotto "Wir machen uns die
Welt, wie sie uns gefällt!” zog viele Fragen nach sich: Mit welchen
Strategien können wir die Welt verändern? Wie wollen wir leben? Wir
können wir uns selbst-organisieren und demokratisch unsere
Angelegenheiten regeln?

Selbstorganisation und Demokratie

Selbstorganisation und Demokratie wurden dabei in vielen Workshops und
einem Seminar in Malmö zwar auch theoretisch diskutiert, jedoch noch
viel mehr praktisch ausprobiert. Im Lagerparlament trafen sich jeden
Abend VertreterInnen aller Gruppen und des Teams um über Programm,
Regeln und Probleme zu debattieren und abzustimmen - all dies im Rahmen
der
Zeltlagerverfassung.
Durch eine Moderationsgruppe intensiv vorbereitet und begleitet, gelang
es Kinder und Jugendliche in selten starkem Ausmaß in Organisation und
Gestaltung des gemeinsamen Lebens einzubinden. Im Jugendbereich wurden
mit regelmäßigen Vollversammlungen und eigenen Angeboten der
Jugendlichen erste Schritte getan, um das politische Prinzip
Selbstorganisation
,
in neuer Qualität zu realisieren (mehr Infos zur Demokratie im
Zeltlager

hier)

Engagement von ARA Berlin

ARA Berlin nahm an der Maßnahme aktiv teil. Dort wurden zahlreiche
Workshops und inhaltliche Veranstaltungen durchgeführt. Während eines
Radioworkshops für Kinder entstand das Hörspiel "Paul und die Entifa”.
Die Geschichte wurde von den Kindern komplett selbst entwickelt,
gesprochen und alle Geräusche selber erzeugt. Das 6-minütige Stück
beschäftigt sich mit der Diskriminierung von Paul, einem homosexuellen
Kostümdesigner durch den Nazi Erwin Rittler. Der Nazi wird am Ende durch
Pauls Ente und einige Menschen - die Entifa - in die Schranken gewiesen.
Wer neugierig geworden ist, kann das hier bald das Hörspiel
herunterladen.

Natürlich gab es noch viel mehr: Kanufahren. Baden gehen. Lagerfeuer.
Zeltlageradio. Aktionsspiel. Neigungsgruppen. Fußball.
Tischtennisturnier. Partys. Basteln. Filmabende. Zeltlagerzeitungen.
Abhängen. Wandern. Stadtspiel. Teamsitzungen. Zeltlagerfilm.
Kulturfest. Lecker Essen. Küchendienst. Schlammige Wege. Schlafen im
Stroh ...

Mehr Bilder finden sich in der
Fotogalerie
zum Zeltlager
2005.

Weitere Bilder

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