Kontroverse Diskussionen zu Rassismus

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Dokumentation Kontroverse Diskussionen zu Rassismus

Vom 10. bis 14. Oktober 2005 beteiligte sich ARA an der Projektwoche im Technischen Berufsbildungszentrum (TBZ) in Bestensee nahe Königs Wusterhausen und bot einen Radioworkshop an.

Kontroverse Diskussionen zu Rassismus

Bereits drei Wochen vorher fingen wir mit der Vorbereitungsarbeit für
die Projektwoche an. Bald hatten wir eine deutliche Vorstellung von dem
was wir wollten und der Ablauf war klar. Aufgrund von
Hintergrundinformation und unserer Erfahrung über Schule und
Auszubildende standen Themen wie Gewalt und Rassismus im Vordergrund.

Diskussionen zu Gewalt und Rassismus

Der Montag verlief neben spielerischem Kennenlernen und einen Kurzfilm
eher theoretisch. Wir versuchten anhand von Begriffen und gegenseitigem
Erfahrungsaustausch, uns dem Thema Gewalt zu nähern. Es stellte sich
heraus, dass die Jugendlichen eine durchaus einfache Vorstellung von
Gewalt hatten und sich der Vielseitigkeit dieses Wortes nicht bewusst
waren. So haben wir lang, ausführlich und offen diskutiert. Obwohl große
Meinungsdifferenzen bestanden, gelang es eine faire und offene
Diskussionsatmosphäre zu schaffen.

Am zweiten Tag beschäftigten uns verschiedene problematischen Worten,
die häufig rassistischer Bedeutungen haben, etwa die Begriffe
"Ausländer" oder "Asylant". Wir behandelten Rassismus in der Sprache
und Rassismus in den Köpfen. Die Jugendlichen waren sich auch hier
zunächst der Problematik des Gebrauchs von Sprache bewusst. Dies sorgte
für Anregung und löste Diskussionen aus. Zwischendurch versuchten wir,
abseit von starren Methoden, uns nur mit ihnen zu unterhalten und über
ihre offenen Fragen und Vorurteile zum Thema Migrantion und Ausländer zu
sprechen.

Radiobeitrag und Power-Point-Präsentation

Am Mittwoch stand das Medium Radio im Vordergrund unserer Arbeit. Wir
wollten das Thema Gewalt und Rassismus in Form eines Radiobaeitrags zur
Sprache und zum Ausdruck bringen. Wir hörten uns mitgebrachte
Radiobeiträge von anderen Schulen an und suchten nach geeignetem Fragen
und Themen für den Radiobeitrag und die Power-Point-Präsentation. Dann
waren alle auf den Beinen. Mit ausformulierten Fragen und genauem Ziel
fuhren wir alle zusammen nach König-Wusterhausen. Zwei Gruppen
interviewten in der Stadt die Bevölkerung. Auch die Polizei wurde zum
Thema Gewalt und Rassismus befragt. Die mit MD-Recorden aufgezeichneten
Gespräche wurden wurden am nächsten Tag zu einem Beitrag entwickelt.

Am Donnerstag wurden der Radiobeitrag geschnitten und die
Power-Point-Präsentation mit von den Jugendlichen erstellt. Schließlich
präsentierten wir am Freitag unsere Endergebnisse vor über 200
Auszubildenden, Lehrern und Teamern der anderen Projektklassen.

Die Teilnehmer machten einen zufriedenen Eindruck, das Projekt machte
ihnen Spass. Und wir sind sicher, dass sie einiges gelernt und
Denkanstöße bekommen haben.

Mernoush &
Fabian

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